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Machen uns Kohlenhydrate krank?

Aktualisiert: 18. Jan. 2021

Kohlenhydrate sind der einzige Makronährstoff, welche keine Mindestempfehlung bezüglich ihres Verzehrs haben. Brauchen wir sie also, um gesund zu leben und wie viel ist zu viel?

Kohlenhydrate in ihrer schönsten Form


Vor etwa 12.000 Jahren fing das Dilemma an: Die Landwirtschaft entwickelt sich und damit einhergehend steigert sich der Kohlenhydratanteil in der Ernährung radikal. Damit verbunden waren - laut Archäologen - auch nährstoffbezogene Defizite. Ebenso ging - zumindest für eine Weile - die durchschnittliche Körpergröße der Menschen immer weiter zurück. Interessante Fakten! Und hätten wir da die Bedrohung nicht schon kommen sehen müssen? Oder mussten wir uns als Menschheit vielleicht erst an eine solche Ernährungsweise gewöhnen?


Obwohl Kohlenhydrate die einzigen Nahrungsbestandteile sind, welche direkt den Blutzuckerspiegel erhöhen und somit eine Insulinausschüttung provozieren, zeigen Studien, dass weniger die Gesamtmenge an zugeführten Kohlenhydraten entscheidend ist, als vielmehr die Form der Kohlenhydrate, wenn es um die Entstehung von chronischen Krankheiten geht. Und damit meinen wir die ganze Bandbreite von D wie Diabetes über H wie Herzkrankheiten und K wie Krebs bis hin zu Z wie "Zu früher Tod".


Stark weiterverarbeitetes Getreide und mit Zucker gesüßte Speisen und Getränke können demnach das Risiko für solche Krankheiten erhöhen, wohingegen wenig verarbeitetes Getreide, Hülsenfrüchte und sonstige Früchte das Risiko senken. Ein Grund hierfür könnte sein, dass verschiedene Kohlenhydrate auch unterschiedliche Effekte auf Hyperglykämie und Hyperinsulinämie - jeweils die krankhaft vermehrte Konzentration an Glukose und Insulin im Blut - haben. Diese könnten, neben den großen Faktoren wie Bewegungsmangel, genetische Dispositionen und Übergewicht, ebenfalls zur Entwicklung von Diabetes Typ 2 und Herzkrankheiten beitragen. Vermutlich aber primär, weil sie das Übergewicht fördern.