Inaktivität und ihre Folgen

Eine Erkältung hat dich richtig erwischt? Du hast es mit dem Training übertrieben und dein Knie setzt dich außer Gefecht? Deinen Vorsatz, dich mehr zu bewegen, hast du schon wieder ad acta gelegt? Was schon kurze Phasen der Inaktivität für Auswirkungen auf deinen Körper haben können, zeigen wir dir in diesem Artikel.

Gino, wach auf! Bewegung ist angesagt.

Dass tägliche Bewegung in unserem Alltag eine große Rolle für die Vermeidung von Krankheiten spielen kann, weißt du hoffentlich nicht erst seit unserem Artikel - Schritte in Richtung Gesundheit. Dass diese Bewegung nicht hoch-intensiver Natur sein muss, haben wir auch gelernt.


Nun zeigt eine aktuelle Studie aus dem letzten Monat auf, was eine deutliche Reduzierung der Bewegung sowohl bei jüngeren (26 Probanden, 20-36 Jahre) als auch älteren Menschen (21 Probanden, 54-66 Jahre) für Auswirkungen haben kann, die für gewöhnlich mehr als 10.000 Schritte am Tag zurücklegen. Alle mussten sich 2 Wochen lang deutlich weniger bewegen - Nur 1500 Schritte pro Tag waren erlaubt. Nach dieser Zeit hatten die Teilnehmer im Schnitt 0,8 kg an fettfreier Masse verloren und dafür ihren Körperfettanteil gesteigert. Auch die Muskelkraft, gemessen an einer Beinpresse, hat signifikant abgenommen. Beides negative Anzeichen, was die generelle Gesundheit betrifft.


Betonen muss man jedoch, dass für die älteren Probanden die Inaktivität wohl deutlichere Auswirkungen haben kann. Bei diesen nahm nämlich auch die Sauerstoffaufnahmekapazität, bekanntermaßen ein Parameter für die Ausdauerleistungsfähigkeit, signifikanter ab als bei den jüngeren Probanden.


Doch: Auch wenn dich schon eine kurzzeitige Inaktivität, sei es eine Verletzung, Krankheit oder Urlaub, vielleicht etwas deiner Gains kosten wird, so können wir dich beruhigen. Es kommt immer noch auf kontinuierliche Bewegung an.

Es ist sogar wichtig, dass du auf deinen Körper hörst und auch mal Pausen einlegen solltest, wenn du dich nicht gut fühlst.

Vor allem natürlich bei Verletzungen sind solche Pausen notwendig. Bist du wieder fit und setzt deine regelmäßige Bewegung fort, welcher Art sie auch sein mögen, wird sich dein Körper auch dahingehend wieder schnell anpassen. 


Gewarnt seien hier eher diejenigen, die sich beispielsweise Anfang des Jahres immer wieder aufs Neue von ihrem schlechten Gewissen leiten lassen. Wenn du für einen Bruchteil des Jahres höchstmotiviert dein Bewegungspensum in die Höhe schraubst, dieses aber nicht lange durchhältst, so sind auch diese Erfolge nicht nachhaltig. Vielleicht gehst du es ja aber auch mal anders an: Beispiel gefällig? Halbiere deinen Aufwand, verdoppele die Dauer. Trainiere statt 4 Mal in der Woche doch erstmal 2 Mal. Werde, statt schon im Februar, doch erst im April wieder zur Karteileiche im Fitnessstudio. Je länger du deine Aktivitäten aufrecht erhältst, desto besser kann sich dein Körper auch an die Anpassungen einstellen und desto länger wirst du was von ihnen haben.


Denn die größte Erkenntnis aus dieser Studie: Wie wichtig es ist, bis ins hohe Alter an seinen Bewegungsgewohnheiten, sofern sie zumindest in Richtung der Empfehlungen GEHEN, festzuhalten.


Wir hoffen, dass etwas für dich in diesem Artikel dabei war. Du hast aber noch so viele Fragen? Kein Problem. Die beantworten wir in unserem Podcast. Schreibe uns einfach unter mail@good-gains.de


Are older adults at greater risk of the adverse musculoskeletal consequences of physical inactivity? (2019)

600 Ansichten